Um 9 Uhr ist wieder Abfahrt, wir brauchen etwa eine Stunde bis zum Startpunkt. Wir beginnen unsere Wanderug auf etwa 1300 Metern und unser Ziel ist der Pico Grande mit 1657 m. Die Sonne strahlt und zum ersten Mal kommt die Sonnenbrille zum Einsatz. Der Weg schlängelt sich den Berg hinauf, es ist angenehm zu gehen mit tollen Ausblicken. Vor dem letzten Aufstieg machen wir eine kurze Pause auf einer kleinen Ebene . Dann geht es das letzte Stück hinauf zum Gipfel des Pico Grande. Das hat es echt in sich, der Weg schlängelt sich steil hinauf und ist komplett mit losen Steinen belegt. Echt anstrengend! Oben werden wir mit einer tollen Rundumsicht belohnt und wir machen Rast in der Sonne. Es ist schön warm und es geht nur ein leichter Wind. Einfach herrlich!
Warum Madeira die "Blumeninsel" heißt, erschließt sich uns aber auch heute nicht. Es ist hier überall mega grün, aber hier gibt es auch nicht mehr oder buntere Blumen als anderswo. Aber wahrscheinlich sind wir einfach ein bisschen zu früh dran.
Um 14 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg. Sie ersten 300 Meter bis zu unserem vorigen Rastplatz sind gar nicht so schlimm wie angenommen, obwohl man sich extrem konzentrieren muss. Allerdings haben wir auch gedacht, dass es danach besser wird. Tatsächlich geht es insgesamt 1000 Meter runter und zwar nur RUNTER über einen gerölligen, steinigen Serpentinenweg . Und bei jeden Blick nach unten habe ich das Gefühl, nicht wirklich weiter nach unten gekommen zu sein. Wir kommen durch einen Kastanien- und dann durch einen Eukalyptuswald. Runter und runter... die Fußsohlen brennen. Irgendwann trabt Oliver zu uns, beglückwünscht uns zur Gipfelbesteigung und erklärt uns, dass der Weg zur Einkehr-Bar nicht weit ist. Ein kühles Bier in Reichweite! Anne und ich erreichen als erste sie Bar und ich bin soooo froh, endlich angekommen zu sein! Das Bier schmeckt mega und nach und nach purzeln die anderen hinunter. Die Stimmung ist trotz der Strapazen super gut. Der Grill glüht auch bereits, denn gleich gibt es leckere Fleischspieße. Wir sammeln uns in der ersten Etage an dem für uns bereiteten Tisch, wo Kartoffeln und Salat schon bereitstehen. Als die Spieße kommen, fallen wir über das Essen her, es ist super lecker. Nach dem Essen gibt es noch einen Kastanienkuchen sowie Kastanien- und Kirschlikör. Klaus, einer der älteren aus unserer Gruppe, meinte dann nebenbei, ob der Wein beim Abgang "möpseln" würde. Herrlich! Das hatte bisher noch keiner von uns gehört und war der Brüller! Sicherlich situationsbedingt für die Anwesenden viel lustiger, wollte ich das hier mit festhalten 😂.
Irgendwann werden wir dann zum Hotel zurück gefahren, wo wir um 19 Uhr ankommen.










