Samstag, 28. April 2018

Levada Norte

Ich werde heute früh wach von einem sehr unangenehmen Geräusch. Ein kurzer Blick aus dem Fenster bestätigt es: Regen und starker Wind. Auch als um 7:15 Uhr der Wecker geht schüttet es immer noch aus Kübeln. Als wir uns um 9.30 Uhr treffen, regnet es immer noch. Wir fahren Richtung Süden nach Rivera Brava. Als wir durch einen längeren Tunnel fahren und am Ende raus kommen, haben wir blauen Himmel, Sonnenschein. Unglaublich! 😁🌞
Unser Wanderweg führt uns direkt nach oben, erst über eine extrem steile Straße und dann 500 Höhenmeter über unzählige Treppenstufen rauf. Und rauf und RAUF. Innerlich schimpfe und fluche ich, meine Beine brennen noch von gestern. Oben angekommen, machen wir in einer windgeschützten Ecke ein Päuschen. Aber die Sonne scheint 😊. Leider ist oben noch nicht ganz oben. Wir müssen nämlich noch ein gutes Stück eine sehr sehr steile Straße hoch. Dort warten dann die, die den Aufstieg ausgelassen haben und dann geht der Weg weiter entlang der Levada de Norte. Schön eben. In einer Kneipe auf dem Weg trinken wir einen Kaffee und dann, dann geht's weiter. Zum Glück ist der restliche Weg auch eben, denn meine Beine sagen mir mit jedem Schritt, dass sie eigentlich nicht mehr wollen. Der Weg ist aber schön, viele hübsche kleine Blümchen und Ausblicke auf das Meer und die umliegenden, in die Berghänge gebauten Häuser. Irgendwann reicht es aber dann auch mit laufen und ich freue mich, als ich endlich die Taxis erblicke. Wir werden noch zum Cabo Girao gefahren, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Steilküste und nach Funchal hat.
Gegen 16 Uhr sind wir am Hotel, Zeit um noch etwas zu relaxen und Koffer packen.
Ein super schöner Urlaub geht zu Ende...









Freitag, 27. April 2018

Pico Grande

Der Tag begrüßt uns heute zum ersten Mal mit einem wolkenfreien blauen Himmel. Wie herrlich! Hoffentlich ist das ein gutes Omen für die heutige Wanderung zum "großen Gipfel", laut Oliver das Highlight der ganzen Tour. Ich bin gespannt und freue mich total drauf.
Um 9 Uhr ist wieder Abfahrt, wir brauchen etwa eine Stunde bis zum Startpunkt. Wir beginnen unsere Wanderug auf etwa 1300 Metern und unser Ziel ist der Pico Grande mit 1657 m. Die Sonne strahlt und zum ersten Mal kommt die Sonnenbrille zum Einsatz. Der Weg schlängelt sich den Berg hinauf, es ist angenehm zu gehen mit tollen Ausblicken. Vor dem letzten Aufstieg machen wir eine kurze Pause auf einer kleinen Ebene . Dann geht es das letzte Stück hinauf zum Gipfel des Pico Grande. Das hat es echt in sich, der Weg schlängelt sich steil hinauf und ist komplett mit losen Steinen belegt. Echt anstrengend! Oben werden wir mit einer tollen Rundumsicht belohnt und wir machen Rast in der Sonne. Es ist schön warm und es geht nur ein leichter Wind. Einfach herrlich!
Warum Madeira die "Blumeninsel" heißt, erschließt sich uns aber auch heute nicht. Es ist hier überall mega grün, aber hier gibt es auch nicht mehr oder buntere Blumen als anderswo. Aber wahrscheinlich sind wir einfach ein bisschen zu früh dran.
Um 14 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg. Sie ersten 300 Meter bis zu unserem vorigen Rastplatz sind gar nicht so schlimm wie angenommen, obwohl man sich extrem konzentrieren muss. Allerdings haben wir auch gedacht, dass es danach besser wird. Tatsächlich geht es insgesamt 1000 Meter runter und zwar nur RUNTER über einen gerölligen, steinigen Serpentinenweg . Und bei jeden Blick nach unten habe ich das Gefühl, nicht wirklich weiter nach unten gekommen zu sein. Wir kommen durch einen Kastanien- und dann durch einen Eukalyptuswald. Runter und runter... die Fußsohlen brennen. Irgendwann trabt Oliver zu uns, beglückwünscht uns zur Gipfelbesteigung und erklärt uns, dass der Weg zur Einkehr-Bar nicht weit ist. Ein kühles Bier in Reichweite! Anne und ich erreichen als erste sie Bar und ich bin soooo froh, endlich angekommen zu sein! Das Bier schmeckt mega und nach und nach purzeln die anderen hinunter. Die Stimmung ist trotz der Strapazen super gut. Der Grill glüht auch bereits, denn gleich gibt es leckere Fleischspieße. Wir sammeln uns in der ersten Etage an dem für uns bereiteten Tisch, wo Kartoffeln und Salat schon bereitstehen. Als die Spieße kommen, fallen wir über das Essen her, es ist super lecker. Nach dem Essen gibt es noch einen Kastanienkuchen sowie Kastanien- und Kirschlikör. Klaus, einer der älteren aus unserer Gruppe, meinte dann nebenbei, ob der Wein beim Abgang "möpseln" würde. Herrlich! Das hatte bisher noch keiner von uns gehört und war der Brüller! Sicherlich situationsbedingt für die Anwesenden viel lustiger, wollte ich das hier mit festhalten 😂.
Irgendwann werden wir dann zum Hotel zurück gefahren, wo wir um 19 Uhr ankommen.












  

Donnerstag, 26. April 2018

Sao Vicente

Heute machen wir nur eine relativ kurze Wanderung. Wir starten am Hotel, laufen zu dem gegenüberliegenden Uhrenturm und dann durch die Botanic runter nach Sao Vicente. Dort machen wir eine Höhlenbesichtigung und laufen weiter zum Meer. Dort trinken wir noch einen Kaffee und fahren dann mit dem Taxi zurück zum Hotel. Um 15 Uhr sind wir zurück und es ist chillen angesagt. 

Der Blick von meinem Balkon.

Mittwoch, 25. April 2018

Schlemmen Teil 2

Das Abendessen war wieder sehr lecker, 5 kleine Gänge und die Stimmung war super. Wir haben so viel gelacht. Als Krönung haben wir dann noch die zweite Halbzeit Bayern : Real Madrid geschaut und es gab nur einen wirklichen Bayern-Fan in unserer Mitte: Harald aus Hamburg. Sämtliche Kalorien wurden über Lachmuskeltraining wieder abgebaut. Herrlich! Die Truppe ist echt super! Leider ist unsere 1. Halbzeit schon vorbei, aber ich freue mich schon auf die verbleibenden Tage!

Diesmal habe ich leider kein Foto für euch... 😉

Wandern im Lorbeerwald

Im neuen Quartier habe ich trotz des 5-jängigen Abendessens gestern wunderbar geschlafen. Keine Rollkoffer und lärmenden Franzosen, die bis spät abends durch die langen Flure lärmen. Es ist schön ruhig hier und das Bett bequem.
Ein Blick aus dem Fenster mindert aber erstmal meine Euphorie: es regnet. Das ist so schon nicht schön und noch weniger, wenn man Sachen zum Trocknen auf dem Balkon hängen hat 😠...
Das Frühstück ist sehr gut, in völliger Athmosphäre, wir sind ganz allein im Frühstücksraum. Das ist so eine Wohltat zu diesem furchtbar wuselig vollen lauten Frühstückssaal im letzten Restaurant. Wieder starten wir um 9 Uhr. Es nieselt. Ein kurzer Stopp am Supermarkt, dann fahren wir etwa eine Stunde Richtung Rabacal. Heute wandern wir durch die berühmten Lorbeerwälder.
Es nieselt als wir losgehen, aber die Hoffnung auf besseres Wetter bleibt. Ziemlich zu Anfang müssen wir durch einen langen Tunnel, dann führt der Weg durch einen hübschen Wald. Es geht wieder auf und ab und ich spüre die Waden noch von der gestrigen Wanderung. Nachdem wir zu einem Aussichtpunkt kommen von wo wir einen Blick auf einen tollen Wasserfall werfen können, geht es erstmal zu einer netten Hütte wo wir Mittag machen und lecker Kaffee bekommen. Dann geht es weiter, erstmal über viele Stufen bergauf. Der Weg ist wirklich schön und das Wetter wird auch besser, so dass wir schnell ins Schwitzen geraten. Oliver macht und mit uns einen Schlenker der bedeutet dass wir erstmal über viele viele stufen bergab laufen müssen, aber es lohnt sich, denn wir kommen an einem See aus, der sich durch den vorher gesehenen Wasserfall bildet. Sehr eindrucksvoll. Allerdings müssen wir diese vielen Stufen anschließend auch wieder aufsteigen. Der Rest des Weges ist allerdings dann mehr oder weniger eben, immer entlang einer Levada, und es ergeben sich viele schöne Fotomotive. Gegen 15.30 Uhr sind wir an einem Parkplatz, von da aus fahren wir nach Porto Moniz. Hier haben wir eine dreiviertel Stunde Aufenthalt, allerdings ist der Ort nicht wirklich schön. Wir trinken einen Kaffee, schlendern ein wenig rum, und fahren dann zurück zum Hotel. Hier haben dann noch reichlich Zeit um uns fertig zu machen und uns auf das heutige Fünf-Gänge-Menü zu freuen.










Dienstag, 24. April 2018

Schlemmermenü

In unserer neuen Unterkunft werden wir verwöhnt:







Pico Ruivo- über den Wolken...

Heute ist die Besteigung des Pico Rico, des höchsten Berges Madeiras (1861m), vorgesehen. Das Wetter ist wie die letzten Tage, es stürmt ziemlich heftig und in den Bergen hängt eine dicke graue Suppe. Immerhin regnet es bei Abfahrt um 9 Uhr nicht. Wir fahren etwa eine Stunde, hoch in die Berge. Nach kurzer Zeit schon wird das Wetter immer besser, blauer Himmel, Sonnenschein. Wir fahren durch schöne Wälder, dann wird es wieder grau und neblig und wir denken schon, wir hätten uns zu früh gefreut. Aber dann ist alles wieder gut und uns bieten sich tolle Ausblicke auf die Berge. Inzwischen sind wir schon über den Wolken. Der Startpunkt ist am Pico Arrieiro auf 1810m. Die Sonne scheint zwar, aber es ist sehr windig und kalt und so ziehe ich schon mehrere Schichten inklusive Regenhose als Windschutz an. Zur Not habe ich aber noch die Daunenjacke und Regenjacke im Rucksack 😂. Oliver meinte gestern, es könnte 3-10 Grad kalt werden und da war ich heute morgen etwas vorsichtig.
Die ersten 100 Meter ist es sehr windig, aber dann geht es. Das Panorama ist der Hammer! Die Berge sind schroff und steil, aber bunt bewachsen. Ein schöner Ausblick jagt den nächsten und die Kamera glüht nach kurzer Zeit. Wir laufen rauf und runter, der Weg ist gut angelegt und insgesamt nicht zu anstrengend. Nach einer Weile kommen wir zum ersten Tunnel, weswegen wir alle unsere Stirnlampen dabei haben. Die Tunnel sind künstlich angelegt, damit man hier "bequem" wandern kann. Mittags machen wir auf einem Vorsprung Rast, die Sonne scheint nach wie vor wolkenlos und wir genießen die Pause in grandioser Gegend. Oliver kündigt schon an, dass es ab hier warm wird, aber so ganz glaube ich ihm noch nicht. Doch nach kurzem Weg direkt in der Sonne werfe ich erst eine und vor einer sehr steilen Stahltreppe die zweite Schicht ab. Es ist sooo schön, das Wetter könnte absolut nicht besser sein! Wir laufen noch ca. 1 Stunde weiter, dann kommen wir zu einer unbewirtschafteten Hütte unterhalb des Gipfels. Dort machen wir Mittagspause und jeder besteigt autark die letzten Meter. Ganz oben ist der Ausblick dann nochmal einen Tick besser. Dieser Ausblick über die Berge und die darin hängenden Wolken... grandios!!! Um 14.30 Uhr steigen wir dann ab, wir haben noch 45 Minuten bis zu einem Parkplatz, wo wir wieder eingesammelt werden. In Santana machen wir noch einen Kaffeestopp und dann haben wir noch 1 Stunde Fahrt bis nach Sao Vicente.
Was für ein herrlicher Tag! Wir sind alle happy. Und auch unser Reiseleiter Oliver ist seit gestern aufgetaut. Er redet, antwortet, erklärt und scherzt sogar. Das ist deutlich sympathischer und macht mit so einem Reiseleiter doch noch mehr Spaß.
Um 17.30 Uhr sind wir an unserer neuen Unterkunft. Ich hatte die romantische Vorstellung von einem einsamen alten Landgut, aber es ist ein recht schickes Anwesen mit weiteren Gästen. Aber doch sehr schön.